13.06.2018 Antrag: Verlegung der Regionalversammlung im November und Verbindung mit einer grenzüberschreitenden Gedenkveranstaltung

Im November d. J. jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal.
Der Erste Weltkrieg verursachte ein bis dahin beispielloses Massensterben und veränderte das Leben der Menschen und der Staaten in Europa grundlegend. Die gemeinsame Erinnerung an diesen Albtraum, seine Ursachen und die Auswirkungen sind deshalb unverzichtbarer Bestandteil des europäischen Integrationsprozesses. Trotz Unterschieden in den nationalen Kulturen eint uns die Überzeugung, dass wir heute sehr viel mehr sein müssen als eine Zwangsgemeinschaft zur Lösung finanzieller und wirtschaftspolitischer Probleme.

Der ehemalige luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker hielt in seiner Gedenkrede im Deutschen Bundestag anlässlich des Volkstrauertages 2008 Skeptikern entgegen: „Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen! Nirgendwo besser, nirgendwo eindringlicher, nirgendwo bewegender ist zu spüren, was das europäische Gegeneinander an Schlimmstem bewirken kann.“

Die Fraktionen von SPD und CDU beantragen deshalb zu prüfen, ob die Regionalversammlung am 15.11.2018 in geeignete grenznahe Räumlichkeiten verlegt werden kann, z. B. in die „Alte Waschkaue“ in Petite Rosselle oder nach Saargemünd.
In Saargemünd böte sich darüber hinaus die Möglichkeit, die Vertreter des Gemeinderates der Stadt für ein gemeinsames Gedenken im Vorfeld der Regionalversammlung (vorab inoffiziell) anzufragen.
Ein geeigneter Ort dafür wäre z. B. das „Monument aux morts“, einem Denkmal auf dem Place du Général Sibille gegenüber dem Gerichtsgebäude, das für alle französischen Gefallenen (diejenigen, die in der deutschen Armee, aber auch diejenigen, die auf der Seite Frankreichs gekämpft haben) 1933 errichtet worden ist.