CDU und SPD unterstützen mit 150.000 Euro eine Übergangslösung für den Erhalt von 100 Ein-Euro-Job-Plätzen

„CDU und SPD im Regionalverband werden eine Übergangslösung unterstützen, die es ermöglicht etwa 100 AGH-Arbeitsplätze zwischen zu finanzieren, bis das Jobcenter im Jahr 2016 in der Lage sein wird, 670 Plätze durchgängig zu finanzieren“, teilen Dr. Volker Christmann (CDU) und Volker Schmidt (SPD) mit. Hintergrund ist der deutlich zurückgegangene Eingliederungstitel des Bundes von 37,4 Mio. Euro im Jahr 2010 auf nur noch 18 Mio. Euro in 2015. Das Jobcenter muss für das zweite Halbjahr 2015 die Ein-Euro-Jobs von derzeit 920 auf 570 drastisch reduzieren. Hierdurch würden weitere 100 Plätze mehr als bisher bereits vorgesehen, entfallen. Im Saarland konnte durch die Ein-Euro-Jobs ein bedeutender Teil an öffentlich ge-förderter Beschäftigung geschaffen werden, für die zwar kein regulärer Arbeitsmarkt besteht, deren Nutzen sich in der Folge aber auf beiden Seiten – sowohl für Kommunen, als auch für Arbeitslose – als überaus wertvoll erwiesen hatte. Vielen der Ein-Euro-Jobber, die oft auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht zu vermitteln sind, wurde damit ein großes Stück Selbstwertgefühl zurückgegeben. Gleichzeitig erledigten sie wertvolle Dienste für die unter Sparzwang stehenden Kommunen. Beispiele hierfür waren im Regionalverband Saarbrücken die Sozialkaufhäuser oder der Seniorenmittagstisch in Quierschied.

Die nun vorgesehene Maßnahme sieht die Verwendung von 150.000 Euro aus Haushaltsresten des Regionalverbandes vor, die mit finanzieller Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium dazu verwendet werden können rund 100 Ein-Euro-Jobs zu erhalten, die durch die Reduzierung der Bundesförderung im zweiten Halbjahr 2015 wegfallen müssten. „Somit können bestehende Strukturen zwischenfinanziert und erhalten bleiben, bis das Jobcenter 2016 in der Lage sein wird, den Erhalt von dann 670 AGH-Plätzen durchweg sicherzustellen“, so Christmann und Schmidt abschließend.