13.12.2016 Pressemitteilung Seniorenpolitik

Quartiersbezogene Alltagshilfen für Senioren im Regionalverband:

Förderung von 6 Modellprojekten bis Mitte 2017, um nach Auswertung vergleichbaren Mindeststandard an ehrenamtlichen Hilfen in Projekten für alle Kommunen auszuschreiben

Dr. Volker Christmann, stv. Vorsitzender

Dr. Volker Christmann, stv. Vorsitzender

Die CDU-Fraktion weist im Zuge der laufenden Haushaltsberatungen daraufhin, dass die im März d. J. vorgestellten Leitlinien für eine aktive Seniorenpolitik im Regionalverband Saarbrücken Grundlage für eine bis Sommer 2017 laufende einjährige Testphase von sechs Modellprojekten zu quartiersbezogenen Alltagshilfen für Senioren (drei in der Landeshauptstadt, drei in Umlandkommunen) sind. „Wir stellen parallel derzeit fest, welcher Bestand an Hilfeleistungen für Senioren in den Kommunen bereits vorhanden ist“, erläutert Dr. Volker Christmann, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, „um anhand dieser Ergebnisse und anhand der Erfahrungen aus den Modellprojekten, die bis Mitte 2017 abgeschlossen und dann ausgewertet werden, vergleichbare Leistungen zu einem vergleichbaren Preis zu erhalten, um so einen Mindeststandard in den Kommunen des Regionalverbandes festlegen zu können. Danach ist eine Ausweitung auf andere interessierte Kommunen über Projektausschreibungen möglich.“

Quartiersbezogene Alltagshilfen sind ein wichtiger Bestandteil zur Sicherstellung des Verbleibs in den eigenen vier Wänden im gewohnten Quartier für viele Menschen mit Einschränkungen. Deshalb ist es wichtig zu erfassen, welche Hilfen von Ehrenamtlern erbracht werden und welche Kosten hier entstehen. Ziel ist es auch, für gleiche Leistungen gleiche Hilfen zu gewähren.

 

 

11.06.2015 Antrag Seniorenpolitik im Regionalverband: Der Mensch im Mittelpunkt – vorhandene Ressourcen bündeln – gemeinsame Lebenssituation vor Ort gestalten

Manfred Paschwitz, Beigeordneter

Manfred Paschwitz

Martina Stabel-Franz

Martina Stabel-Franz

Die Fraktionen von CDU und SPD haben sich auf einen ‚Fünf-Punkte-Plan‘ für eine bessere Versorgung der älteren Menschen im Regionalverband Saarbrücken verständigt und bitten die Verwaltung, anhand dieser Vorgaben ein seniorenpolitisches Konzept zur Umsetzung zu erarbeiten:

 

1. Der Begriff demografischer Wandel ist in aller Munde. Konkret bedeutet dies auch im Regionalverband Saarbrücken: Erfreulicherweise werden die Menschen älter. Lange Zeit sind sie fitter als ihre Vorgängergenerationen. Ab dem 80. Lebensjahr ist aber fast jeder Dritte von Pflegebedürftigkeit betroffen.
2. Gemeinwesenprojekte, Projekte in der Alten- und Behindertenhilfe, Pflegestütz-punkte, Sozialstationen, Wohlfahrtsverbände, haupt- und ehrenamtliche Projekte leisten gute Arbeit, brauchen aber eine gute Vernetzung, Abstimmung und Unterstützung.
3. Für den Regionalverband Saarbrücken ist eine Bestands- und Bedarfsanalyse zur Versorgung der älteren Menschen auf seinem Gebiet erforderlich. Unter Einbeziehung der bereits erhobenen Daten in der Landeshauptstadt und den Gemeinden ist für die aktuelle Haushaltsplanung 2016 im Regionalverband Saarbrücken festzustellen, wo Versorgungslücken (Beratung, Hilfen, Gemeinwesenarbeit, Unterbringung im Alter usw.) zu schließen sind.
4. Die Verwaltung legt zu den Haushaltsplanberatungen 2016 einen Vorschlag vor, wie mit den aktuell vorliegenden Ressourcen eine umfassendere Versorgung sichergestellt werden kann.
5. Der Regionalverband berät und informiert Organisationen über vorhandene finanziellen Ressourcen im Rahmen der Mittel der Pflegeversicherung, der Aktion Mensch, des Sparvereins, der Aktion SZ hilft, der Totomittel, der Bundesministerien.